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Ostern


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O S T E R N .

Die Umwertung des germanischen Brauchtums
durch die christliche Missionierung.

Das Christentum entwickelte sich als eine Sekte unter vielen aus dem Judentum heraus.
Als es sich von diesem emanzipieren wollte, übernahm es zum Schein heidnisch-germanische Traditionen und "ver-christete" sie. Zum anderen sollten die naturreligiösen Bräuche abgewertet und ins Gegenteil verkehrt werden. Aber auch die Bibel - vor allem das "Neue Testament" (= Lukas-Evangelium und zehn Paulus-Briefe) - wurde immer wieder umgeschrieben und mit neuen Erfindungen ergänzt.


Ostern heißt Frühlingsanfang.

Die Gebrüder Grimm (Märchenbuchverfasser) hatten in der Bibliothek des Klosters Corvey ein althochdeutsches Lied gefunden, in dem eine "Eostar" besungen wurde.
Diese "Eostar" hat aber NICHTS mit einer utopischen Frühlingsgottheit "Ostara" zu tun, sondern ist vielmehr gleichbedeutend mit der im Osten erscheinenden Morgenröte, der griechischen "Eoos", die Homer besingt als die frühgeborene rosenfingrige (erigéneia rhododáktylos). Diese "Eoos" ist später überhaupt in den Begriff für Ost übergegangen, wie man ja auch im englischen "east" und im französischen "est" noch erkennen kann.

Es ist also OTERN (englisch "easter") das Fest, das an dem Tage gefeiert wurde, an dem die SONNE genau im Osten aufgeht.
Ostern bedeutet mithin soviel wie: Tag des Ostaufganges der Sonne.

Dieser Tag aber war im Frühjahr der 21. Lenzmond, der Tag der Frühjahrs-Tag- und Nachtgleiche. Auf ihn legte man gleichzeitig den Frühlingsanfang, weil nun die Tage wieder länger wurden als die Nächte, d. h. weil nun die Kraft der Sonne den endgültigen Sieg über die Dunkelheit davongetragen hatte. Ostern ist also das Fest des Frühlingsbeginns, der Zeit,
in der sich das neue Leben in der Natur wieder zu regen beginnt: die Zeit, in der die neue Saat sprießt, in der das Getier wieder brünstig und trächtig wird und die Vögel ihren Hochzeitsgesang zwitschern. Es ist verständlich, daß Menschen, die als Ackerbauern lebten und von der Fruchtbarkeit des Feldes und des Viehes abhängig waren, diesen Tag mit ganz besonderer FREUDE und DANKBARKEIT begrüßten und begingen.


Auferstehung der Natur.

Ostern war ihnen der Begriff des Wiedererwachens der Natur, der Auferstehung des Lebens in der Natur aus der Todesstarre des Winters. Und darum brannten sie in der Osternacht nicht nur ihre Osterfeuer als Freudenfeuer ab, sondern beschenkten sich an diesem Auferstehungstage des Lebens auch mit dem Symbol des keimenden Lebens, mit dem Ei, dem in sich geheimnisvolles Leben einschließenden Osterei. - Dies alles hatte also eine tiefgründige Bedeutung.

Bezeichnenderweise ließen sich unsere Vorfahren diese Ostereier vom Hasen, dem Osterhasen bringen. Auch das hat seinen Sinn und Verstand. Galt doch den Alten der Hase, der bekanntermaßen sehr fruchtbar ist und mit als Erster im Frühjahr seine Jungen setzt, als Symbol reicher Nachkommenschaft - als Fruchtbarkeitstier.

OsterHASE: Fruchtbarkeitstier.

Und diese Bedeutung ist an ihm haften geblieben bis in unsere Zeit. Denn noch heute sagen wir scherzhaft, wenn irgendwo viele Kinder ankommen: "Dort geht es zu wie im Karnickel- oder Hasenstall." So ist auch der Osterhase nicht nur irgendeine willkürliche oder bedeutungslose Kinderbelustigung, sondern er hat einen tiefsinnigen gedanklichen Hintergrund, wenn auch die Masse der Heutigen sich dessen nicht mehr bewußt wird.
Dieser tiefe und schöne und für den naturnahen Menschen bedeutungsvolle Sinn des
Osterfestes ging verloren, als sich die Kirche dieses Festes bemächtigte. In dem Bestreben, die GERMANAN aus ihren naturverbundenen Anschauungen zu entwurzeln, um sie für die neue Lehre aufzuschließen, knüpfte sie an den Auferstehungsgedanken an.

Sie ließ damit das Fest zwar als Auferstehungsfest bestehen, bog aber seinen Sinn um, indem sie predigte, es sei nun nicht mehr die Auferstehung der Natur aus dem Todesschlaf des Winters, sondern die Auferstehung Christi, der da auferstanden sei von den Toten, zu feiern. - Allerdings ist Ostern ein bewegliches Fest.
Damit hätte auch die Auferstehung "Christi" kein festes Datum.

Trotz allem ließen unsere Vorväter nicht ab von den an sich nun hinfällig gewordenen österlichen Lebenssymbolen des Eies und des Osterhasen. Diese sind vielmehr in unserem Volke lebendig geblieben bis in unsere Tage und sollen uns weiterhin stumme Mahner sein zur Beachtung unserer aus einem höheren Willen gewordenen und gewollten Art.
Die Bibel weiß uns weder vom Osterei noch vom Osterhasen zu berichten!!!

Süße Osterküsse, Deine Elissa

 


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