|
Unsere Weihnachtsbräuche
*** Der Adventskalender
Der 1. Adventskalender wurde 1904 bei der Münchner
Lithographischen
Kunstanstalt verlegt. Die Idee ist der Mutter von Gerhard
Lang, einem der
Firmenbegründer, zu verdanken. Als kleiner Junge quengelte
er herum, wann
denn endlich Weihnachten wäre
So wie wir sicherlich
alle als Kinder waren
die Mutter nahm kleine Schachteln und nummerierte diese,
und legte in jede
Schachtel ein kleines Plätzchen hinein. Jeden Tag konnte
nun der kleine
Junge eine Schachtel öffnen und sich auf ein Leckerei
freuen.
*** Christbaumschmuck
Die städtischen Handwerkszünfte waren die Ersten,
die zu Weihnachten
geschmückte Bäume im Haus aufstellten. 1570 wird
in der Bremer Chronik ein "
Dattelbäumchen " erwähnt, dies war eine kleine
Tanne, die mit Äpfeln Nüssen,
Süßigkeiten und Papierschmuck dekoriert war.
Sie wurde für die Kinder der
Mitglieder im Zunfthaus aufgestellt, die zu Weihnachten
die Naschereien von
den Zweigen ernten und aufessen durften. Äpfel gehörten
zum
Weihnachtsschmuck dazu.
*** Christkind und Weihnachtsmann
Das Christkind teilt sich heute die Arbeit mit dem Weihnachtsmann.
Beide
bringen Geschenke, allerdings gibt es eine Gebietsaufteilung.
Das Christkind
besucht die Kinder in Österreich, der Schweiz und im
Süden Deutschlands,
während der Weihnachtsmann den Norden bereist. Eine
Bescherung am Heiligen
Abend gab es im Mittelalter noch nicht, da brachte der Heilige
Nikolaus den
braven Kindern am Nikolaustag ein paar Kleinigkeiten. Martin
Luther wollte
die katholische Heiligenverehrung abschaffen. Aber die Bevölkerung
wollte
auf den geliebten Nikolaustag nicht verzichten. Also erfand
Martin Luther
das Christkind. Es wurde mit der Zeit immer populärer:
ein Engelchen, was
den Kindern die Geschenke am Heiligabend bringt. Den Weihnachtsmann
verdanken wir der Tatsache, dass sich das Christkind nicht
überall gegen den
Nikolaus durchsetzen konnte. In den Niederlanden gibt es
das Christkind
nicht. Der Nikolaus wurde von den niederländischen
Auswanderern nach Amerika
exportiert. Und dort gab es eine Vermischung mit der Figur
des Väterchen
Frost zu einer neuen Figur. Die berühmte amerikanische
Getränkemarke-
Kampagne prägte in den 1930 er- Jahre die Kleidung
des Weihnachtsmannes (
rot mit weißem Fellbesatz ).
*** Christstollen
In Österreich gilt die Christstollen als Inbegriff
des Weihnachtsgebäck. Der längliche Laib soll
das Christkind darstellen, der Puderzuckerüberzug die
weiße Windel, in die es eingewickelt ist. Es gibt
sehr viele Rezepte für die
Stollen. Stollen gab es in guten wie in schlechten Zeiten,
das kann man der
Zutatenliste entnehmen.
*** Lebkuchen und Pfefferkuchen
Ganz typisch gehören Lebkuchen zum Weihnachtsfest
dazu. Die ersten
lebkuchenartigen Gebäcke entstanden im belgischen Dinant.
Das Rezept soll im
15. Jahrhundert durch belgische Einwanderer nach Aachen
gelangt sein, wo sie
als Aachener Printen einen Weltruhm erlangten. Die Herkunft
des Wortes "
Lebkuchen" ist unklar ( lat. Libum- Fladen, oder vom
germanischen Wort Laib
). Da Gewürze damals sehr teuer waren, sparte man dafür
zur Weihnachtszeit
nicht. Fremdländische Gewürze wurden als "
Pfeffer" bezeichnet, deswegen
hieß der Pfefferkuchen so.
*** Der Weihnachtsbaum
Der Weihnachtsbaum ist das beliebteste Symbol zur Weihnachtszeit.
Der Brauch
ist etwa 400 Jahre alt und einer der jüngsten Bräuche.
Bevor der Baum
eingeführt wurde, dekorierte man die Zimmer mit immergrünen
Zweigen. Heute
stellt man verschiedene Tannen, Fichten oder Föhren
als Weihnachtsbaum auf.
Die Bäume werden traditionell mit echten Kerzen, Figuren
aus Holz, Äpfeln,
Nüssen, Lebkuchen,
geschmückt.
Alles Liebe deine
Scarlett
> nach oben
|