W E I H N A C H
T E N ein viele Jahrtausende altes germanisches Jahreszeitenfest
Bevor
ich Dir heute etwas über unser uraltes Weihnachtsfest schreibe - zeige ich
Dir zuerst eines meiner liebsten deutschen Weihnachtslieder. Die Schallplatte
auf der es drauf ist, höre ich JEDES Jahr ;-))
Zum
Weihnachtsfest gehört der Winter des Nordens, der tief verschneite Wald,
der Duft der immer grünen Nadelhölzer und die strahlenden Kerzen, ebenso
wie der festliche Schmaus, die besinnlichen Lieder und das freudige Schenken.
In
unseren Herzen tragen wir Menschen des Nordens die große Sehnsucht nach
dem Licht der Sonne. Sie ist uns die Lebensspenderin. Der Lauf der Erde um die
Sonne bringt den nördlichen Breiten den wunderbaren Wechsel von Frühling,
Sommer, Herbst und Winter und damit jedes Jahr wieder das große Erleben
des "Stirb und Werde" in ewiger Wiederkehr. Unser Leben gewinnt mit
dem Wechsel der Jahreszeiten immer wieder neuen Antrieb.
Schon die Hauptfeste
unserer germanischen Vorfahren waren Jahreszeitenfeste. Sie kannten die Sommer-
und Wintersonnenwende und Feste der Tag- und Nachtgleiche. Mit der Wintersonnenwende
(21.12.) wurde die Wiedergeburt der lebensspendenden Sonne gefeiert. In den
Dämmerstunden lauschten die Kinder den alten Sagen und Märchen und konnten
kaum abwarten, bis der Weihnachtsmann oder Ruprecht, der erste Bote des Festes,
endlich am 6. Dezember erscheint oder wenigstens ein Zeichen seiner Anwesenheit
hinterläßt. Vier Sonntage vor dem Fest wird der Julkranz oder Weihnachtskranz
im Hause feierlich aufgehängt. Seine Lichter mögen die vier Jahreszeiten
versinnbildlichen. Wenn am Weihnachtsabend die Kerzen verlöschen, ist das
Jahr nach unserem Empfinden zu Ende. Es kommt die Zeit "zwischen den Jahren".
Unseren
Vorfahren galt die Zeit zwischen dem 25. Dezember und 6. Januar heilig. Es war
Ruhezeit. Die Fehde hatte zu ruhen und kein Gericht durfte gehalten werden. So
wie es durch die Jahrhunderte geworden ist, ist es trotz aller Überlagerungen
und Durchsetzungen mit fremden Geistesgut doch immer in seinem Grundgehalt ein
deutsches Fest geblieben, mochte auch die (jüdisch-christliche) Kirche den
altüberlieferten Bräuchen und Brauchtumsgestalten andere -ihren Lehren
passende- Namen und Ausdeutungen geben. Die gleiche Festzeit begegnet uns jedoch
bei den anderen indogermanischen Völkern, bei Indern, Iranern, Griechen und
Römern mit ähnlichen Gehalt schon in vorchristlicher Zeit.
Aus
all dem erkennen wir, daß das Weihnachtsfest begründet ist im Lauf
der Gestirne, wie ja auch das Osterfest nicht durch den Tag der Auferstehung Jesu,
sondern nach dem Wechsel der Monde und dem Frühlingsstand der Sonne bestimmt
wird. Weihnachten ist seinem Ursprung nach ein echtes Jahreszeitenfest und
sehr viel älter als die jüdisch-christlichen Kirchen und Lehren.
Die
indogermanischen Völker nordischer Rasse - zu denen auch die Germanen gehörten
-kannten die Feier der Wintersonnenwende und feierten sie sinnbildlich als das
Ereignis der jährlichen Wiedergeburt ihrer Sonnengottheiten.