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12. Dezember 2011

   

Ich wünsche mir zu Weihnachten einen Laptop...


Weihnachtskalender:


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Vorweihnachtstraum
eines liebevoll versklavten Webmasters...

Mit eisernen Ketten festgezurrt am Bürostuhl, die rechte Hand mit Handschellen an die Maus gefesselt versuche ich meine Arbeit zu machen. Abgelenkt durch wirre Eindrücke, Düfte, Geräusche höre ich Stimmen, fühle Hände an mir, eine lederne Peitsche auf meinem Rücken. Das Halsband schnürt meinen Atem ein. Ja, Weihnachten steht vor der Tür, wie immer plötzlich aus dem Nichts und völlig unangekündigt. Tausend Dinge sind zu tun... Kurz nach "Weihnachtskalender" gegoogelt. Ergebnis: Alf , mach endlich den Weihnachtskalender für Jocelyn-Escort fertig und denk daran deine zwei „Türchen“ mit Inhalt zu füllen. War das jetzt Google oder meine Herrin? Vor mir verschwimmende Bilder von warmen leicht gespreizten Schenkeln, Brüsten und knackigen Hinterteilen. Wie soll man da arbeiten. Ein Duft von Zimt, Kerzen, Jil Sander Nr. 4, Lebkuchen und Dresdner Stollen aus Leipzig vernebeln meine Sinne.
Ein Pfeifen in der Luft und ein trockener kurzer Schlag mit der Peitsche bringen mich wieder in die Realität zurück. Alf, du bist hier zum Arbeiten und zwar schnell und effektiv.

Plötzlich ein sanftes Knabbern an meinem Ohr und eine süße Stimme flüstert: „Alf, ich habe in einer Woche Fotoshooting, könntest du die Bilder bitte gestern online stellen, oder war das umgekehrt? Schnell einen Blick auf die Weihnachtstexte der Damen geworfen, von .docx über open -office und word97 und BB code. Wieder mal eine Herausforderung für meinen Rechner. Anruf unserer lieben Anna: Das Date heute Abend mit Mr. XY ist klar, kannst Du bitte um 22:00 den Zimmercheck machen. Weia — wieder mal alle geheimen Tricks anwenden um von der netten Telefondame des Hotels aufs Zimmer durchgestellt zu werden, ohne den Nachnamen des Herrn zu kennen.

Wo war ich stehen geblieben? Ah ja, erstes Türchen des Weihnachtskalenders. Wieder mal zum Anbeißen, das Bild des Weihnachtsengelchens mit dem Geschenk in der Hand. Da kriegt doch jeder Weihnachtsbaum gleich einen Ständer. (War das jetzt zu sexistisch?) Und erst die ganzen heimlichen Wünsche der Damen. Vom schnurrenden Dildo bis zum Wellness-Tag mit Massage, Sex und so weiter... Wie soll Mann da arbeiten? Kurzes Piepen des Handys. Anfangs SMS alles OK.

Ersten Text neben das Bild eingefügt. Kurz den Text überflogen ob da nicht irgendwo ein Punkt im Cybernirwana verschwunden ist. Hmm — wird schon passen. Spüre eine Hand an meinem Halsband und höre die unerbittliche, wenngleich zuckersüße Stimme meiner Herrin: „Alf, du hast wieder mal ein Komma vergessen. Wenn du so weitermachst verbinde ich dir zur Erschwernis die Augen und du musst blind tippen und für jeden Fehler gibt es einen Schlag mit der Neunschwänzigen." Masoschist müsste man sein, der Himmel auf Erden. Wilde Gedanken von fordernden, zarten Händen, warmen weichen Körpern, die sich auf mich stürzen, anfeuern, strafen, loben, gemischt mit html code, wirren Zahlen, Bilddateien, Youtube-Videos...

Schweißgebadet wache ich auf — meine Freundin selig schlafend neben mir. Ich schleiche mich aus dem Schlafzimmer an den Rechner und schreib schnell meinen Weihnachtbeitrag.
Alles nur ein Traum!?

Euer Alf

 

 

 

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